ABO aktuelles Programm

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Aktuell: Lesen sie das Interview mit dem Leiter Michael Kummer zur Geschichte des ABO.
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Das Akademische Blasorchester München

der Ausgangspunkt 1978-ca.1989


Das ABO beim Konzert 1985
in der großen Aula der Universität München

Das Akademische Blasorchester München besteht im Gegensatz zu anderen Liebhaberorchestern nicht ständig. Es werden seit 1978 regelmäßig Mitte Mai zu Beginn des Sommersemesters sogenannte Semesterkonzerte durchgeführt, bei welchen ein Bereich der Bläsermusik zur Aufführung kommt, der aus dem heutigen Musikleben so gut wie verschwunden ist: Bearbeitungen von symphonischer Musik für großes Blasorchester. Die vorbereitende Probenarbeit beginnt Anfang März und findet somit hauptsächlich in den Semesterferien statt; das Orchester wird hierzu jährlich neu aktiviert.

Wir versuchen, dem Phänomen "Blasorchester" den Ruch der Bierzeltmusik etwas zu nehmen und der anderen Seite, der symphonischen, differenzieren Musizierweise wieder mehr Geltung zu verschaffen. Gerade der Bereich der Bearbeitung, der Neuinstrumentierung von Werken, die ursprünglich für Symphonieorchester konzipiert waren, erscheint hier in zweifacher Weise interessant und reizvoll: Einerseits hat die Bearbeitung in der Vergangenheit die Funktion, den Werken der sogenannten Kunstmusik eine größere Verbreitung zu bescheren, denn diese war nur selten und an wenigen Zentren einem begrenzten Publikum zugänglich. War diese Tradition mit dem Aufkommen der Schallplatte zum Verschwinden verurteilt, so verlangen aber die ihrerseits schon historisch gewordenen Transkriptionen von uns weiterhin die Aufführung. Zum anderen bedeutet eine Neuinstrumentation für ein anderes Ensemble eine neue klangliche Variante, eine Brechung durch ein neues Medium, die gerade bekannten Kompositionen ungewohnte Akzente setzen kann.

Die Mitwirkenden des Akademischen Blasorchesters sind hauptsächlich Studenten und Absolventen der Münchner Universität und der TU sowie Studenten des Konservatoriums und der Musikhochschule, aber auch Schüler und Berufstätige aus anderen Bereichen. Gemeinsam ist allen, daß sie nicht kommerzielles Interesse, sondern Begeisterung fiir die Sache zusammenführt. Die Absicht ist, damit sowohl eine größere Anzahl von Hörern zu erreichen, als auch zu versuchen, die mißliche Konsumentenhaltung, die dem Publikum im professionellen Kulturbereich aufgezwungen wird, abzubauen. Vielleicht kann hier ein Freiraum geschaffen werden, in dem Spieler und Zuhörer zum Gelingen der Aufführung beitragen - der Spieler selbstverständlich in dem Bestreben, möglichst gut und aktiv zu musizieren, der Hörer jedoch, indem er durch positive Anteilnahme am Geschehen Atmosphäre schafft: eine Gemeinschaft von Musikliebhabern.

(Pressetext aus dem Jahre 1985)


Veränderte Schwerpunkte - andere Struktur

1990 bis heute

Das ABO heute hat sich von dem oben beschriebenen Ausgangspunkt schrittweise entfernt und sich allmählich im Sinne höherer Effizienz und angepaßter Ausrichtung auf die Tendenzen der Zeit im In- und Ausland weiterentwickelt. Geblieben ist die prinzipielle unkommerzielle, schöngeistige Grundhaltung des Orchesters - noch heute erhalten weder Mitwirkende noch Dirigent irgendwelche Honorierung für ihr Tun.


Das ABO beim Konzert 1993
in der Musikhochschule München

Das ABO beim Konzert 1994
in der Nibelungenhalle Passau

Das ABO beim Konzert 1995
im Gymnasium Gilching
Programm 1996
Programm 1997
Programm 1998
Programm 1999
Programm 2000

Neue Inhalte in der Programmgestaltung. Schon Mitte der 80iger Jahre lernte der Gründer Michael Kummer bei Studienaufenthalten in England neue, qualitativ hochwertige Kompositionen, hauptsächlich aus dem angelsächsichen Bereich, kennen und schätzen. Entsprechend fanden sich mehr und mehr Werke von Komponisten wie Holst, Vaughan Williams, Edward Gregson, Philip Sparke, Norman dello Joio, Fischer Tull, Walter Piston, John Barnes Chance und vielen anderen auf den Programmzetteln des ABO. Weiterhin wurde der Bereich gelungener Bearbeitungen nicht vernachlässigt, auch heute noch gehören solche Werke weiter zum Repertoire. Allerdings sind die Auswahlkriterien wesentlich strenger geworden. Nach wie vor gilt aber die Ansicht des Leiters, daß man besser eine gute Bearbeitung als ein schlechtes Originalwerk spielen sollte. Glücklicherweise fanden sich im Laufe der Zeit auch einige Werke heimischer Komponisten wie Hans Mielenz und Rolf Rudin, deren Werke qualitativ internationalem Standard entsprechen und demgemäß als Literatur hoch willkommen waren.

Neue Organisation. Im Jahre 1983 wurde als Verein der Freundeskreis des Akademischen Blasorchesters e.V. ins Leben gerufen. Damit sollte dem Orchester die Möglichkeit gegeben werden, sich im Sinne des bürgerlichen Gesetzbuches gemeinnützig anerkennen und - hauptsächlich aus Haftungsgründen - im Vereinsregister eintragen zu lassen, ohne den Wasserkopf der sonst üblichen Vereinsmeierei in Kauf nehmen zu müssen. Wie schon seit Beginn bearbeitet das Orchester jährlich ein Projekt - nun ist die Probenarbeit stark konzentriert worden. Jährlich neu wird die Mitwirkung ausgeschrieben und ein vollständiger Probenplan ausgegeben. Voraussetzung zur Mitwirkung ist - neben der musikalischen Befähigung - die vollständige Zusage für alle Proben und Aufführungstermine. Nach einem Kennenlerntermin im Oktober - bei dem alle Werke angespielt werden und Noten an die Spieler vertelt werden - trifft sich das Orchester von Dezember bis Februar einmal im Monat für Freitag abend und Samstag/Sonntag tagsüber, um die Werke optimal einzustudieren. Die Zeit zwischen den Arbeitsphasen wird zum Einzelüben verwendet. 2-3 Wochen nach der letzten Phase ist dann das Konzertwochenende mit 3 Konzerten im Münchner Raum, das letzte als Höhepunkt im Münchener Gasteig Kulturzentrum, Carl-Orff-Saal.

Neue Ziele. Im Jahre 1995 hat erstmal der Bayerische Rundfunk ca.4 Wochen nach den Konzerten das Orchester ins Studio 1 gerufen, um eine dreitägige Produktion durchzuführen. Nachdem dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen wurde, finden diese Produktionen seither regelmäßig statt und werden innerhalb kurzer Zeit eine gute Anzahl hochwertiger Aufnahmen entstehen lassen. Nach dem Abschluß der 1996 Produktion im April 1996 steht dann die Produktion einer CD in Coproduktion mit dem BR vor der Realisierung.

(Stand 1/96 - mk)

 Interessenten an der Mitwirkung melden sich bitte bei:

Petra Jercic, Tel: +49 89 6250 0594
oder bei
Wolfgang Kreuzpaintner, Tel: +49 89 641 3787

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